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Bartholomäus Anhorn 1674 / 1675: Magiologia


Bartholomäus Anhorn von Hartwiss (1616-1700) : Christliche Warnung für dem Aberglauben und Zauberey : Darinnen gehandlet wird Von dem Weissagen, Tagwellen und Zeichendeuten, von dem Bund der Zauberer mit dem Teufel: von den geheimen Geisteren, Waarsagen, Loosen und Spielen: von den Duellen, Heiss-Eisen und Wasserprob : von dem Laden in das Thal Josaphat und Bluten der ermordten Leichnam. Von der Gauklerey, Verblendung und Verwandlung der Menschen in Thier : Von der Hexen Gabelreiten, Versammlung, Mahlzeiten, Beyschlaff, Wettermachen, Leut und Vieh beschädigen. Von der Nestelknipfen, Diebstall weisen, Treffschiessen, Segnen, Magnetischen Cur und Königlichem Kropfheilen. Von der Passawer Kunst, Schaz graben, Allraunen, Alchimey, Schlangen beschweeren und Liebgifften. Von dem Grewel der Zauberey, der Zauberer Straff und mügligheit der Bekehrung zu Gott : Der fürwizigen Welt zum Ekel, Schewsal und Underweisung fürgestelt. Durch Bartholomaeum Anhorn, Pfarrern der Evangelischen Kirchen und Gemeind zu Bischoffzell. Basel (Johann Heinrich Meyer, 1674). [16 Bl., 1107 S., 35 Bl. : Ill., 8°] [VD17 3:600284P. Universitätsbibliothek Basel, Ann Q 2. → e-rara


Bartholomäus Anhorn von Hartwiss : Magiologia, Das ist: Christlicher Bericht Von dem Aberglauben und Zauberey : Der Welt, ohne einige passion der Religionen fürgestellt. Augustæ Rauracorum [i.e. Basel] (Johann Heinrich Mayer) 1675. [4 Bl. +1107 S. + 35 Bl., 8°], [VD17 12:642736V]. Universitätsbibliothek Basel, Rb 1720. → e-rara

«Die Magiologia des aus Fläsch stammenden reformierten Pfarrers Bartholomäus Anhorn (1616-1700) ist ein über 1’100 Seiten zählender eng bedruckter Magietraktat, welcher 1674 und 1675 in zwei Ausgaben erschien. Mit seinem auf Deutsch verfassten Werk bezweckte Anhorn, sämtlichen Schlichen des Teufels und seiner Instrumente, den Hexen und Hexenmeistern, im Alltagsleben der Menschen auf die Spur zu kommen. Seine Anleitungen zum Erkennen des Hexenwerks sollten alle Frommen befähigen, ihre der Zauberei verdächtigten Nachbarn und Nachbarinnen, die suspekten Bettler und Bettlerinnen, vor allem aber die mit Wortmagie heilenden Segner vor Gericht zu ziehen. Anhorn verfocht in seinem Werk vor allem die Hexentheorien des gelehrten Jesuiten Martin Delrio und machte diese den religiös interessierten Obrigkeiten bekannt, deren politisches Ziel die Errichtung des Gottesstaates auf Erden war.» (↑ Ursula Brunold-Bigler) •