Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter

«Die Siggener Thesen entstanden im Rahmen des Programms „Eine Woche Zeit“ zum Thema „Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter“  vom 10.-16. Oktober 2016 im Seminarzentrum Gut Siggen. Die Thesen sind auf dem Blog von Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken erstveröffentlicht worden».
[CC-Lizenz BY 4.0. In diesem Blog werden nur die Thesen publiziert.]

# 1 Digitales Publizieren braucht verlässliche Strukturen statt befristeter Projekte.
# 2 Die traditionellen Großverlage behindern strukturell unsere offene Wissenschaftskommunikation.
# 3 Wir publizieren Open Access, um zu kommunizieren. Langzeitverfügbarkeit ist ein nachrangiges (weitgehend gelöstes) Problem.
# 4 Der Streit um Open Access ist kein Streit um technische Formate, sondern um Status und verschwindende Disziplinengrenzen.
# 5 Webmedien wie Blogs, Wikis und andere soziale Medien sind zentral für einen offenen und freien Wissenschaftsdiskurs.
# 6 Transparente Daten und ihre Bewertung ermöglichen andere und neue Formen der Qualitätsmessung in der Wissenschaft.
# 7 In digitalen Publikationen und ihren Versionen können Autorschafts- und Beiträgerrollen genauer differenziert werden.
# 8 Entscheidungen über die digitale Agenda und ihre Infrastrukturen in der Wissenschaft setzen digitale Expertise voraus.
# 9 Der Erwerb und Einsatz digitaler Kompetenzen ist für die Ausbildung, Lehre und Forschung fundamental.
# 10 Medienkonvergenzprognosen sind immer unsinnig.

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