Georg Büchner: Mémoire sur le système nerveux du barbeau, 1836

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Der in Hessen steckbrieflich gesuchte «Hochverräter» Georg Büchner floh 1835 nach Strassburg. Hier schrieb der studiosus medicinae in französischer Sprache die Abhandlung «Mémoire sur le système nerveux du barbeau», die er 1836 an der neu gegründeten Universität Zürich als Dissertation einreichte. Als «Asylant der Sonder-Classe» erlangte er hier nach einer Probevorlesung «Über Schädelnerven» die venia legendi für Physiologie und vergleichende Anatomie.
«Ich sitze am Tage mit dem Skalpell und die Nacht mit den Büchern», schrieb er Ende November 1836 dem Bruder Wilhelm. Tagsüber unterrichtete er in seiner Wohnung an der Spiegelgasse 12 fünf Studierende – des Nachts jedoch arbeitete er an seinen Dramen «Woyzeck» und «Leonce und Lena». Knapp hundert Tage hatte Georg Büchner in Zürich verbracht, als er am 19. Februar 1837 erst 23jährig starb. •