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Dünz # 9 : Matthias Bröti im Pfaffenloch

duenz_09Federzeichnung von Hans Jakob I. Dünz (Lochrodel-Eintrag vom 6. und 11. Dezember 1623) → Bernisches Staatsarchiv]

«1620. December. Längg [=Lenk, durchgestr.], von Sanct Stephan.
Uff den 6. diß ist inn gfangenschafft glegt worden Mathes Brötti. Der ist uff den 8.a. diß in dz Pfaffenloch [Zeichnung eines Pfaffen] glegt , und selbigen tags uss bewilligung M[ine]r gn[ädigen] Herren (nach siner bkantnus) widrum in das gmeyn loch glegt worden.
Ittem uff den 11.a Decembris ist der Mathys Brötten uff ein nüwes condamniert, syn väler deß ehbruchs abzebüeßen nach lut m[ine]r gn[ädigen] H[erre]n satzung. Zalt.»

Das Gefängnis des obersten bernischen Ehe- und Sittengerichts Chorgerichts («Loch») war seit 1529 im Untergeschoss sowie im Ostanbau («Chorhaus») des alten Deutschordenshauses am Münsterplatz eingerichtet. Eine besondere Abteilung hiess «das Pfaffenloch». •