Dünz # 9 : Matthias Bröti im Pfaffenloch

duenz_09Federzeichnung von Hans Jakob I. Dünz (Lochrodel-Eintrag vom 6. und 11. Dezember 1623) → Bernisches Staatsarchiv]

«1620. December. Längg [=Lenk, durchgestr.], von Sanct Stephan.
Uff den 6. diß ist inn gfangenschafft glegt worden Mathes Brötti. Der ist uff den 8.a. diß in dz Pfaffenloch [Zeichnung eines Pfaffen] glegt , und selbigen tags uss bewilligung M[ine]r gn[ädigen] Herren (nach siner bkantnus) widrum in das gmeyn loch glegt worden.
Ittem uff den 11.a Decembris ist der Mathys Brötten uff ein nüwes condamniert, syn väler deß ehbruchs abzebüeßen nach lut m[ine]r gn[ädigen] H[erre]n satzung. Zalt.»

Das Gefängnis des obersten bernischen Ehe- und Sittengerichts Chorgerichts («Loch») war seit 1529 im Untergeschoss sowie im Ostanbau («Chorhaus») des alten Deutschordenshauses am Münsterplatz eingerichtet. Eine besondere Abteilung hiess «das Pfaffenloch». •

e-manuscripta.ch

brahms_1865

«Auf der Plattform www.e-manuscripta.ch können ab sofort Handschriften und Archivalien aus mehreren Jahrhunderten online eingesehen werden. Dokumente von Erasmus von Rotterdam, Richard Wagner und Albert Einstein sind dort ebenso zu entdecken wie der Nachlass des Geologen Arnold Escher von der Linth, Gelehrtenkorrespondenz um den Basler Arzt Felix Platter oder das Archiv der Allgemeinen Musik-Gesellschaft Zürich. e-manuscripta.ch ist ein Kooperationsprojekt der Universitätsbibliothek Basel mit der ETH-Bibliothek und der Zentralbibliothek Zürich und schliesst eine Lücke im digitalen Angebot dieser Institutionen.»

NB: Mit den 350 Schweizer Franken, die Johannes Brahms als Honorar für seine Mitwirkung am 1. Abonnementskonzert 1865 in Zürich erhielt, hätte er 875 kg Brot oder 368 kg Rindfleisch oder 68 Schuhe kaufen, bzw. 19 Monatsmieten für eine 3-Zimmer-Wohnung bezahlen können (vgl. www.stadt-zuerich.ch, Preise 1860). •

Blog von Hans Rudolf Lavater–Briner (CH)

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