William Penn: Nachricht wegen der Landschaft Pennsilvania 1681


William Penn: Eine Nachricht wegen der Landschaft Pennsilvania in America, Amsterdam 1681
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«Penns Vater, ein Admiral in englischen Diensten, hatte seinem Sohne eine auf 16’000 Pfund Sterling lautende Forderung an die Regierung hinterlassen. William entschloß sich, an Stelle baren Geldes eine bedeutende Strecke Landes anzuehmen, die in Nordamerika nördlich von Delaware lag. Zum Gedächtnis an seinen Vater und im Hinblick auf den ungeheuren Waldreichtum des Landes nannte William Penn sein Besitztum Pennsylvanien.
Der Verfolgung seiner [quäkerischen] Glaubensgenossen gedenkend, beschloß er, dieses Besitztum zu einem Zufluchtsort für alle zu machen, die in Europa wegen ihres Glaubens bedrängt wurden. Nachdem er durch seinen berühmten Vertrag mit den Indianern bei Schackamoxon Pennsylvanien zu einer wirklichen Stätte des Friedens gemacht hatte, veröffentlichte er [1681] eine in englischer, deutscher und holländischer Sprache gedruckte Beschreibung von Pennsylvanien. […] Diese Schrift enthielt zugleich eine Einladung an alle wegen ihrer religiösen Anschauung Verfolgten, nach der jenseits des Ozeans errichteten Freistätte zu kommen. Die Einladung wirde [unter anderem] von den Mennoniten in Frankfurt, Krefeld und Krisheim freudig aufgenommen, zumal die Bedingungen, unter welchen Penn Grundstücke zum Kauf anbot, äußerst günstig waren. Er verkaufte je 5000 Acker [= 2023.5 ha] für 100 Pfund Sterling und 100 Acker für 40 Schilling neben Zahlung einer Erbpacht von 1 Shilling für 100 Acker. Wer nicht kaufen wollte, konnte bis zu 200 Acker Land für einen jährlichen Zins von 1 Penny den Acker pachten.» (→ Rudolf Cronau: Drei Jahrhunderte deutschen Lebens in Pennsylvanien, Berlin 1909, 50f.) •

Tierprozess: Verbrennung eines atypischen Hahns (Basel, 6. August 1474)

> wiki

 Tagebuch des Basler Münsterkaplans Hans Knebel 1473/76
(Basler Chroniken 2, 102) → archive  
Vom Hahn, der Eier legte. Im Jahre des Herrn 1474, am Donnerstag, den 4. August geschah es, dass ein gewisser 11jähriger Hahn legte und ein längliches Ei hervor brachte. Besagter Hahn wurde samt dem Ei dem Henker überstellt, erst geköpft, dann ausgenommen. Dabei fanden sich in ihm zwei weitere Eier, die man samt allem andern in der Nähe des Henkerhauses auf dem Kohlenberg in Anwesenheit vieler Männer und Frauen verbrannte. (Freie Übersetzung).
Das arme Tier wurde exekutiert, da man befürchtete aus den seinen Eiern könnten Basilisken schlüpfen. Wenigstens hat ihm Christian Morgenstern 1910 ein literarisches Denkmal gesetzt.

Literatur:

  • Karl von Amira: Thierstrafen und Thierprocesse, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichte 12 (1891), 545–601.
  • Dietegen Guggenbühl: Mit Tieren und Teufeln: Sodomiten und Hexen unter Basler Jurisdiktion in Stadt und Land 1399 bis 1799 (Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel-Landschaft 79), Liestal 2002 (>sehepunkte).
  • Enzyklopädie des Märchens 13 (2008–2010), 628–632 [Tierprozess], 649–653 (Tierstrafe).

Protokoll des Frankenthaler Gesprächs 1571

 

 

 

 

 

 

 

Protocoll: Das ist, Alle handlung des Gesprechs zu Franckenthal inn der Churfürstlichen Pfaltz, mit denen so man Widertäuffer nennet, Auff den 28. May angefangen, vnd den 19. Junij dises 1571. jars geendet, Heidelberg 11571, 21573. 

1. Auflage 1571 → BSB München
2. Auflage 1573 → BSB München

Das Religionsgespräch zu Frankenthal (Pfalz) vom Mai/Juni 1571 war eine vom Kurfürsten Friedrich III. initiierte Disputation zwischen Reformierten (Calvinisten) und Täufern (Schweizer Brüder), nach dessen Abschluss die Dissidenten des Landes verwiesen wurden.

Blog von Hans Rudolf Lavater–Briner (CH)

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